Aktuelles

11. September: Alte Musikinstrumente in Langlingen zu sehen

Musik begleitet uns Menschen in allen Lebenslagen und das Musizieren ist ein wichtiger Teil unserer Kultur. Die ausgestellten Blechblasinstrumente wurden hauptsächlich für kirchliche Musik im Posaunenchor genutzt und zeigen deren große Vielfalt. Die Holzblasinstrumente und sonstigen Sammlungsstücke bestehen teilweise aus besonderen Hölzern und Materialien. Obwohl manche Instrumente schon sehr alt sind, kann mit ihnen heute noch musiziert werden.

 

Alle Ausstellungsräume des Museums sind in der Zeit von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Mitglieder des Förderkreises stehen gern für Fragen zur Verfügung. In der Museumskaffeestube können Sie selbstgebackenen Kuchen genießen. Der Eintritt ist frei.

Ausblick 2017: Zeichen setzen. 500 Jahre Reformation in Celle

Anlässlich des Gedenkens an 500 Jahre Reformation – 1517 veröffentlichte Martin Luther seine Thesen zum Ablasshandel – zeigt das Bomann-Museum Celle zusammen mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss und der evangelischen Stadtkirche St. Marien im Jahr 2017 eine gemeinsame Sonderausstellung mit mehreren Ausstellungsorten.

 

Vier Ausstellungen an drei nahe beieinander liegenden Standorten im Herzen von Celle vermitteln unter dem gemeinsamen Titel „Zeichen setzen“ ein vielfältiges Bild der Reformation und ihrer Einführung in Celle aus verschiedenen Perspektiven.

 

Im Bomann-Museum wird zunächst in einer historischen Einführung die Bedeutung einer der frühesten Kirchenordnungen für ein Territorium hervorgehoben: Bereits 1527 beschließt Ernst der Bekenner die landesweite Einführung der Reformation. Der zweite Ausstellungsteil im Bomann-Museum widmet sich der Reformation und den Folgen aus gegenwärtiger Sicht. Ausgehend von der Frage, warum und wie 2017 das Reformationsjubiläum gefeiert wird, blickt die Ausstellung auf den gegenwärtigen Protestantismus und setzt ihn in Bezug zu Luther.

 

Das Residenzmuseum stellt mit der bedeutenden Celler Schlosskapelle ein bis heute beeindruckendes Gesamtkunstwerk vor, das Ausdruck reformatorischen Wirkens und neuer Selbstbestimmung protestantischer Fürstenherrschaft ist. In der Stadtkirche geht es insbesondere um die Darstellung der Inhalte der Reformation mit ihren Auswirkungen auf das kirchliche Leben in heutiger Zeit.

 

Bomann-Museum Celle: "es beginnt. die 50er Jahre. Eberhard Schlotter in Darmstadt.“

Am Sonntag, dem 3. Juli, um 11.30 Uhr eröffnet die Eberhard Schlotter Stiftung im Bomann- Museum Celle die Jubiläumsausstellung „es beginnt. die 50er Jahre. Eberhard Schlotter in Darmstadt.“

 

Anlässlich des 95. Geburtstages von Eberhard Schlotter (1921-2014) fokussiert die Ausstellung das erste auffallend produktive Schaffensjahrzehnt des Malers und Grafikers. Sie folgt der künstlerischen Entwicklung von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zum Aufbruch nach Spanien in den 50er Jahren. In der umfangreichen Präsentation treten markante Arbeiten Eberhard Schlotters in direkten Dialog mit Werken damaliger Künstlerkollegen. Es ist die erste Ausstellung der Eberhard Schlotter Stiftung Celle, in der  spannungsreiche Bezüge zu anderen künstlerischen Positionen hergestellt werden.

Eberhard Schlotter begann in den 50er Jahren künstlerisch aufzubrechen. Er zog 1945 nach Darmstadt - ein kunstpoli-tischer Brennpunkt der Nachkriegszeit. Bis zu seinem Rückzug in die Einsamkeit des spanischen Fischerdorfes Altea, wurde diese Stadt sein Lebens- und Schaffens-mittelpunkt. Leidenschaftliche Diskussionen und intensiver Austausch innerhalb der Darmstädter Kunstszene prägten diese Phase, in der Eberhard Schlotter eine eigene, eigenwillige Handschrift entwickelte. Die Arbeiten, die in dieser künstlerisch turbulenten Zeit entstehen, erzählen von Einflüssen, Anregungen, Abgrenzungen und Reibungspunkten. Sie laden ein, Eberhard Schlotters frühe künstlerische Orientierung zu durchwandern und schärfen die Sinne für die subtilen Nuancen in einem Werk, das in den 50er Jahren zwischen gesellschaftlicher Verpflichtung künstlerischem Ausbruch auf einen Wendepunkt zusteuert.

 

In einem Sonderbereich werden zusätzlich zur Ausstellung ausgewählte Fotografien aus neun Jahrzehnten gezeigt: Vom privatem Schnappschuss bis zum professionellen Künstlerporträt von Loek Groenendijk geben diese Bilder mitunter sehr persönliche Einblicke in das Leben Eberhard Schlotters.

 

Die Ausstellung wird durch Mittel des Lüneburgischen Landschafts-verbandes und durch Leihgaben von öffentlichen und privaten Leihgebern unterstützt.

 

"Ertragen können wir sie nicht": Ausstellung über Martin Luther und die Juden in der Celler Synagoge

Die Wanderausstellung '„Ertragen können wir sie nicht“ – Martin Luther und die Juden' informiert über Martin Luthers' Verhältnis zu Juden und Judentum im historischen und theologischen Kontext. Die Frage der Beziehung zum Judentum zieht sich als roter Faden durch die Theologie Martin Luthers. Vertritt er in den 1520er-Jahren eine vermeintlich judenfreundliche Haltung, so findet man in den 1540er Jahren Sätze voller Hass und Verachtung.

 

Die Ausstellung "Martin Luther und die Juden" wurde von der Pastorin Hanna Lehming, der Referentin und Beauftragten der Nordkirche für Christlich-Jüdischen Dialog, konzipiert und erstellt. „Der Reformator war ein genialer theologischer Denker, Liederdichter und mutiger Reformator der Kirche, aber auch ein vehement antijüdischer Kirchenmann. Er hielt den jüdischen Glauben für verblendet und die Juden für den größten Feind des Christentums“, so Hanna Lehming.

 

Ausstellungsdauer: 7. Juli bis 25. September 2016 in der Celler Synagoge, Im Kreise 24, Celle.

Veranstalter: Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V. und der Jüdschen Gemeinde Celle e. V.

 

Bomann-Museum präsentiert "Textile Vielfalt"

Ab Donnerstag, dem 2. Juni bietet das Bomann-Museum Celle Einblicke in seine umfangreiche Textilsammlung. Aus Anlass der am 11. und 12. Juni in Celle stattfindenden Patchworktage der Patchwork Gilde Deutschland e. V. hat das Museum Schätze aus dem Depot gehoben und zeigt viele Stücke erstmals der Öffentlichkeit.

Die Ausstellung präsentiert Kleidung, Gebrauchs- und Schmucktextilien, die in den verschiedensten Techniken gearbeitet wurden und aus insgesamt vier Jahrhunderten stammen. Die meisten Objekte waren noch nie in Ausstellungen zu sehen.

 

Stick-, Strick- und Stopfmustertücher, Pensionatsstreifen und Schultücher stehen beispielhaft für die Ausbildung von Mädchen und jungen Frauen in Handwerkstechniken und zeigen auch die Moden der Handarbeit in verschiedenen Zeiten. Patchworkdecken aus dem 18. und 19. Jahrhundert geben Aufschluss über Stoffmoden und die Verarbeitung, bevor die Nähmaschine erfunden war. Trachtenelemente, insbesondere kunstvoll gesteppte Hauben, repräsentieren die ländliche Kleidung, während modische Kostüme vom Empire bis in die 1980er Jahre den gehobenen Chic im Wandel der Zeiten vorführen.

 

Laufzeit der Ausstellung: 2. Juni bis 31. Juli 2016.