Aktuelles

Unter dem Motto "Museum bewegt" haben die Museen im Landkreis Celle e. V. ein Kinder-Kurzfilmprojekt in Kooperation mit dem Kreismedienzentrum gestartet. Der Verbund möchte Schüler und Schülerinnen der 4. und 5. Klasse von sechs Schulen im Landkreis animieren, die hiesigen Museen als besondere Orte mit spannenden Geschichten zu entdecken.

 

Sechs Schülergruppen begeben sich in Begleitung des Kinderbuchautors, Schauspielers und Filmemachers Thomas J. Hauck jeweils einen ganzen Tag lang auf Erkundungstour in einem der Mitgliedsmuseen und ersinnen fantasievolle Geschichten. Diese münden in einem Drehbuch/Storyboard, das dann an einem zweiten Ortstermin mit der Digitalkamera abgedreht wird. Der Schnitt erfolgt anschließend im Medienzentrum Celle bzw. direkt an den beteiligten Schulen.

 

Die Kurzfilme sollen auf phantasievolle, emotionale, durchaus auch schräge, traurige oder witzige – in jedem Fall subjektive – Art und Weise Museumsinhalte in Szene setzen und aus einer ungewöhnlichen Perspektive zeigen. Am Ende erfolgt die Aufführung sämtlicher Filme in den Kammerlichtspielen Celle.

 

Das Projekt wird ermöglicht durch die finanzielle Förderung des Lüneburgischen Landschaftsverbandes.

 

Doku und alle Infos zum Projekt ab 22. April unter

 

www.museummovies.de

 

Sonderausstellung Niedersächsisches Bauernhaus und christliche Tradition in Winsen

Wie sah die Lebenssituation in den traditionellen ländlichen Fachwerkhäusern der Region aus und wie wurde der christliche Glaube am und im Haus sichtbar? Unter dieser Überschrift hat der Arbeitskreis Sammlung und Archiv den Fundus des Museums durchsucht und dabei Interessantes, Bedenkenswertes und Aufschlussreiches gefunden.

 

Der Winser Museumshof zeigt Tauf- und Hochzeitskleider, Konfirmationsurkunden, handgefertigte Haussegen, Gesangbücher, Bibeln mit Widmungen und Fotos von Hausbalken mit christlichen Inschriften von Winser Bauernhäusern.

 

Führungen in der Sonderausstellung in „Dat groode Hus“ auf dem Winser Museumshof, Brauckmanns Kerkstieg 6 am Sonntag, 21. Mai 2017 um 11.30 Uhr und um 15.00 Uhr.

 

Sonderausstellungen zur Reformation in Celle ab 14. Mai

Wie war das damals, als aus Christen Katholiken und Protestanten wurden? Und wie kamen die neuen Ideen ohne Zeitung, Fernsehen und Internet, ohne schnelle Verkehrs-verbindungen aus Wittenberg den weiten Weg nach Celle? Und was hat das alles mit uns heute zu tun? Die Ausstellung „Zeichen setzen. 500 Jahre Reformation in Celle“ geht diesen und anderen Fragen spannend und unterhaltsam nach.

 

Reformation in Celle – das war nicht nur ein „Mitlaufen“ im religiösen und gesellschaftlichen Veränderungsprozess. Sondern der Residenzstadt kam durchaus eine Vorreiterrolle zu. Und die Reformation ist auch heute noch aktuell – nicht nur im „Lutherjahr“. In vielen Lebensbereichen sind tagtäglich ihre Spuren zu finden. Daher hat sich das Bomann-Museum gemeinsam mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss und der evangelischen Stadtkirche St. Marien vorgenommen, von HEUTE aus auf die Reformation und ihre Folgen zu blicken. Vom 14. Mai bis 12. November 2017 findet an drei Ausstellungsorten (in der Stadtkirche, im Bomann-Museum und im Residenzmuseum) die große Sonderausstellung „Zeichen setzen. 500 Jahre Reformation in Celle“ mit umfänglichem Begleitprogramm statt. Alle Daten, Fakten und Termine sind ab sofort auf der eigens gestalteten Website www.reformation-in-celle.de zu finden

 

Auf dieser Website sind alle bislang feststehenden Termine wie Sonderführungen, museumspädagogische Aktivitäten und besondere Events zu finden, auf Deutsch und auf Englisch. Anschaulich gestaltet hält sie vertiefende Informationen zum großen gemeinschaftlichen Ausstellungsprojekt fest.

 

Buchungen von Führungen sind ab sofort möglich unter

Tel. 05141/12-4545 (Mo. bis Fr. 8.00–13.00 Uhr)

 

Ausstellung über „Johannes Calvin. Leben und Werk eines europäischen Reformators“ im Stadtarchiv Celle

Die Reformation ist mehr als das Werk Martin Luthers. Die Ausstellung „Johannes Calvin. Leben und Werk eines europäischen Reformators“ stellt den nach Martin Luther wohl einflussreichsten Reformator vor.

 

Steht in Deutschland Martin Luther oft alleine im Rampenlicht der Reformation, so sieht das weltweit anders aus. In den USA etwa ist der Genfer Reformator Johannes Calvin bekannter als Luther. Und insgesamt ist die Zahl reformierter Christinnen und Christen, die sich auf die theologischen Grundentscheidungen Calvins berufen, mit über 80 Millionen weltweit höher als etwa die der Lutheranerinnen und Lutheraner. Auch das ein Ergebnis der reformatorischen Entwicklungen in Genf, wie sie der in Frankreich geborene Reformator wesentlich gestaltet hat.

 

In Celle erinnert sowohl die Calvin-Straße im Stadtteil Klein Hehlen als auch die von den Hugenotten begründete Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde an den Genfer Reformator, war doch Calvin der bedeutendste Theologe der Hugenotten.

 

Ausstellung im Stadtarchiv Celle, Westerceller Str. 4, 6. April bis 8. Juni 2017; Veranstalter: Stadtarchiv Celle & Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Celle.

 

Celler Synagoge präsentiert Ausstellung "Nach der Befreiung"

Nach der Befreiung lebten zahlreiche jüdische Überlebende des Holocaust noch jahrelang in sogenannten Displaced Persons Camps (DP-Camps). Gegen das Vergessen und zum unmittelbaren Gebrauch druckten sie hier Augenzeugenberichte, Zeitungen, Ausbildungsmaterialien und religiöse Schriften.

 

Die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek (GWLB) sammelt diese einzigartigen Schriften für die Erforschung und Bewahrung. Anlässlich eines Ankaufs einer kostbaren Sammlung stellen die GWLB und die Villa Seligmann die Kostbarkeiten dieser Geschichte der Buchkultur aus und betten sie in ihren Kontext ein.

Das DP-Camp Bergen Belsen war das größte Camp der britischen Zone. Viele der in der Ausstellung gezeigten Dokumente stammen aus Bergen-Belsen und spiegeln das Leben der Bewohner ebenso wider wie die erste Aufarbeitung der Vernichtung und den Verlust von Familienmitgliedern und Freunden, an die in vielen Schriften erinnert wird.

 

Zur Ausstellungseröffnung spricht Dr. Thomas Rahe, wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen, über das Leben der „She‘erit Hapleita“, des „Restes der Überlebenden“, wie sich jüdische Displaced

Persons selbst nennen.

 

Eine Ausstellung der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek in der Celler Synagoge, Im Kreise 24, 7. April bis 28. Mai 2017; Veranstalter: Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen, der Jüdischen Gemeinde Celle e. V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e. V.

  

Museumsverbund mit neuem Namen

Der Museumsverbund im Landkreis Celle trägt ab sofort einen neuen Namen: Auf der Mitgliederversammlung am 5.12.2016 wurde beschlossen, dass der Verein künftig unter der Bezeichnung "Museen im Landkreis Celle e. V." firmiert. Damit soll eine stärkere Öffentlichkeits-orientierung zum Ausdruck gebracht werden. "Für potenzielle Besucher ist die Organisationsform nicht relevant", so der Geschäftsführer. "Sie interessieren sich vielmehr für die Vielfalt und das Angebot der im Landkreis befindlichen Museen." Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte mit Wirkung vom 23.01.2017.

 

Im Zuge der Namensänderung soll auch ein neues Logo entwickelt und der Außenauftritt angepasst werden. Die Website wird eine ansprechendere, zeitgemäße Optik erhalten und soll auch verbesserte Informationsmöglichkeiten bieten.

 

Albert König - späte Werke in Unterlüß

Die aktuelle Ausstellung im Albert-König-Museum Unterlüß widmet sich wieder einmal dem Spätwerk Albert-Königs. Die gezeigten Bilder stammen aus dem eigenen Bestand des Museums. Thema sind die Baum- und Kieselgurbilder, die der Künstler in den letzten 15 Jahren seines Lebens geschaffen hat.

 

Nach seiner Ausbildung in München und Berlin ließ sich König 1911 in seiner Heimat Eschede nieder. Ein Umzug von Eschede nach Unterlüß im Jahr 1927 veränderte sein Leben und seine künstlerische Arbeit. Schon immer war die Landschaftsmalerei ein wichtiger Aspekt in seinem künstlerischen Schaffen, in Unterlüß aber wird die Natur zum alleinigen Thema seiner künstlerischen Arbeit.

Die Landschafts-malerei mit den Darstellungen der Kieselgurgruben bei Unterlüß in Königs Spätwerk verdient besondere Aufmerksamkeit. Als einziger Maler hat König die auf den Raum zwischen Munster und Unterlüß beschränkten Lagerstätten dargestellt. Königs bewusste und konsequente Beschränkung auf die beiden Hauptthemen seiner Spätzeit, Baumportraits und Kieselgur-gemälde, zeigt, dass er diese Werkgruppen als den wesentlichen, den ureigentlichen Ausdruck seiner bildenden Kunst ansah. Königs Kieselgurlandschaften liegt ein tiefes Wissen um mythologische und volkskundliche Vorstellungen zugrunde. Die Ausstellung zeigt insgesamt vier Kieselgurgemälde und zwölf Aquarelle aus den Kieselgurgruben.

 

Neben den Kieselgurgruben werden Bäume oder Baumgruppen in den Vordergrund gerückt. Besonders Solitärbäume, die durch ihre bizarren Wuchsformen gekennzeichnet waren, regten seine Fantasie an. Von 1928 zeichnete der Künstler diese Urwaldriesen unmittelbar vor der Natur. Bis zum Beginn seiner Krankheit 1942 schuf er insgesamt 132 Zeichnungen. Diese Zeichnungen später alle als Tafelbilder auszuführen, konnte König nicht mehr verwirklichen.

 

Die zerborstenen, mit geschwulstartigen Verwachsungen behafteten Bäume sieht der Künstler als selbstständige, schicksalsbeladene Individuen, vergleichbar der menschlichen Existenz. Den Besucher erwartet in diesen Arbeiten eine inhaltliche und formale Eigenständigkeit, die in ihrer Bedeutung und Wichtigkeit noch lange nicht ausreichend gewürdigt worden ist.

 

Die Ausstellung ist bis zum 23. April 2017 zu sehen. Das Museum ist samstags & sonntags von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Führungen sind nach Vereinbarung jederzeit möglich.    

 

Ab 12.11.: Miniaturen aus der Zeit des Barock der Sammlung Tansey

Im Mittelpunkt der sechsten Epochenausstellung der Tansey Miniatures Foundation steht die Bildnisminiatur des 17. und des beginnenden 18. Jahrhunderts. Diese wenig bekannte, aber besonders glanzvolle Zeit der Barockminiatur wird anhand von 120 Werken aus der Sammlung Tansey vorgestellt.

 

Der dazu im Verlag Hirmer erscheinende, zweisprachig – Deutsch und Englisch – angelegte, umfassende Katalogband mit internationalen Fachbeiträgen ist wegweisend, da eine wissenschaftliche Darstellung dieser Epoche für die Miniaturmalerei bisher ausstand. Die Werke können in originalgroßen Farbabbildungen und vielen vergrößerten Details miteinander verglichen werden. Buch und Ausstellung ermöglichen einen umfassenden Einblick in die Kunst der Miniaturmalerei dieser prachtvollen Epoche.

 

Ab 12. November im Bomann-Museum Celle.