Aktuelles

4./5. Juni: FlotART im Aller-Haus und Dorfmuseum Langlingen

Zahlreiche Künstler nutzen das Aller-Haus (gegenüber dem Museum) und die Räume und Freiflächen des Dorfmuseums, um am 4. und 5. Juni 2016 ab 11.00 Uhr ihre Kunst und ihre Werke vorzustellen. Alle Ausstellungen des Museums sind geöffnet. Der Eintritt ist frei.

 

Aller-Haus:

Joachim Weigt, Malerei und Skulpturen

Ingrid Petzold, Buchbindekunst

 

Dorfmuseum Langlingen:

Susanne Bail, Modeschmuck, Wiederverwerten statt Wegwerfen

Wolfgang Kieselbach, Kettensägen-Schnitzer

Hiltrud Jung, Patchworkarbeiten

Petra Hansen, Töpferei

Gesa Hetzl, kreative Textilgestaltung

Swantje Nakata, Live-Malerei und Gemälde

Heinrich Grabenhorst, Kunstschmieden

Rolf Belke, Drechseln

Margarete Gerlof, Filzen

Gertraud Vollmer, Spinnen

Ruth Kerl, Schmuck basteln mit Kindern

 

Musikprogramm:

Karsten Hälbig, Drehorgelkonzert (Samstag 14.00 bis 16.00 Uhr, Sonntag 13.00 bis 15.00 Uhr); Duo Saitensprung, Gitarrenmusik (Sonntag 15.00 bis 18.00 Uhr)

 

Kinderprogramm:

Samstag und Sonntag ganztägig Filzen und Spinnen, ab 13.30 Uhr Schmuck basteln

 

Gastronomie:

Selbstgebackener Kuchen, Getränke und kleine Leckereien

Wiederentdeckt. Zeugnisse aus dem Konzentrationslager Holzen

Im April 1945 fand eine Anwohnerin in der Nähe des Celler Bahnhofs eine Mappe mit Dokumenten aus dem Aussenlager Holzen des KZ Buchenwald. Sie enthielt 150 Zeichnungen, angefertigt vom Franzosen Camille Delétang, sowie handschriftliche Aufzeichnungen seines Landsmanns Armand Roux. Beide wurden in Bergen-Belsen befreit, doch ihre Zeugnisse blieben jahrzehntelang verschwunden.

 

Die Ausstellung "Wiederentdeckt" präsentiert den einzigartigen Quellenbestand, der überraschend im Sommer 2012 auftauchte, und zeichnet ihren Weg von der Entstehung 1944/45 über den Verlust während des Massakers von Celle im April 1945 bis zur Wiederentdeckung nach.

 

8. Mai bis 19. Juni 2016, Gotische Halle im Celler Schloss. Die Ausstellungseröffnung findet statt am Sonntag, den 8. Mai 2016, um 11.30 Uhr. Es sprechen Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, Torsten Heß (Wissenschaftlicher Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora) und Dr. Jens-Christan Wagner (Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten). Eine Veranstaltung des Stadtarchivs Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e. V.

Feldrabbiner in der deutschen Armee im Ersten Weltkrieg

Feldrabbiner spiegeln die Präsenz deutscher jüdischer Soldaten im Ersten Weltkrieg wider. Erstmals gab es neben der evangelischen und katholischen eine institutionalisierte jüdische Feldseelsorge. Die jüdischen Gemeinden und Organisationen verbanden damit die Hoffnung auf eine weiter zunehmende Anerkennung der jüdischen Gemeinschaft.

Die Ausstellung informiert über die allgemeine Entwicklung der Militärseelsorge und der jüdischen Militärseelsorge im Ersten Weltkrieg. Fragen wie „Wer konnte Feldrabbiner werden und welche Aufgaben hatten diese?“ werden dabei berührt. Vier biografischen Skizzen zeigen beispielhaft die Lebenswege der Feldrabbiner Leopold Rosenak, Leo Baerwald, Paul Lazarus und Siegfried Alexander. Der Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung nach dem Krieg verdeutlicht, dass die jüdische Militärseelsorge nur eine Episode war.

 

Seit der Eröffnung der Ausstellung im Mai 2009 in Berlin tourte die Ausstellung fünf Jahre durch die Bundesrepublik. Seit 2014 ist sie neu aufgelegt und in das Ausstellungs-programm des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. aufgenommen.

 

Eine Ausstellungsinitiative der Stiftung Neue Synagoge Berlin − Centrum Judaicum in Verbindung mit der Leo Baeck Foundation und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Örtlicher Veranstalter: Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde e. V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e. V.

 

Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 7. April 2016, 19.00 Uhr; Einführung: Sabine Hank, Stiftung Neue Synagoge Berlin − Centrum Judaicum, Berlin; Ausstellungsdauer: 8. April bis 19. Juni 2016.

"Ästhetik des Verfalls" im Deutschen Erdölmuseum Wietze

Verlassene Industrieanlagen mit zugewucherten Produktions-hallen, verrosteten Maschinen und abblätterndem Putz sind Orte mit einem ganz besonderen Charme, dem sich die Meeresbiologin Antje Kakuschke nicht entziehen kann.

 

Seit ihrer Jugend begeistert sie sich für Fotografie, nicht zuletzt motiviert durch ihren Großvater, den Dresdner Maler und Grafiker Alfred Hesse (1904-88). Den Landschaftsmaler führten Auftragsarbeiten des Öfteren in volkseigene Betriebe (VEBs) und landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPGs). So vermittelte er seiner Enkelin bei zahlreichen gemeinsamen Ausflügen nicht nur den Blick für besondere Details oder außergewöhnliche Perspektiven in der Natur, sondern auch den Sinn für die Architektur.

 

Während ihres Studiums der Biologie – bei dem man mit Zeichenstift und Kamera Pflanzen, Tiere und Landschaftsformen dokumentiert – verstärkte sich ihr Interesse an der Fotografie. In der Universitätsstadt Halle, deren Erscheinungsbild nach der deutschen Wiedervereinigung durch viel Leerstand geprägt war, wurden die stillgelegten Industriekomplexe aus dem 19. und 20. Jahrhundert Ziel etlicher Fototouren.

 

Neben der Natur- und Tierfotografie, der Antje Kakuschke insbesondere als Lecturer auf Antarktisreisen nachgeht, gilt bis heute ihr fotografisches Interesse der Ästhetik des industriellen Verfalls. Nicht zuletzt, da diese „Zeitreisen“ sie immer wieder an Orte führen, die die gebürtige Dresdnerin aus ihrer Kindheit kennt.

 

Die Mehrzahl der in der Ausstellung gezeigten Urbex-Fotos von "Lost Places" sind daher in ehemaligen Betrieben in Mitteldeutschland entstanden, die als Zeugen einer bedeutenden industriellen Vergangenheit dem Verfall preisgegeben sind.  Andere Aufnahmen zeigen Motive aus Berlin und Nordrhein-Westfalen.

 

16. März bis 8. Mai 2016 zu den normalen Öffnungszeiten (letzter Einlass eine Stunde vor Schließung).

Haushaltswaren aus Glas in Langlingen

Am Sonntag, den 10. April 2016, kehrt im Dorfmuseum Langlingen wieder Leben ein. Von 13.00 bis 17.00 Uhr sind an diesem Tag alle Räumlichkeiten geöffnet. Zum Saisonauftakt zeigt das Museum außerdem eine Sonderausstellung zu "Haushaltswaren aus Glas".

Ob gläserne Schale oder Deko-Objekt, jedes Teil hat seinen ganz persönlichen Charme und Reiz. Die ausgestellten Sammlungsstücke geben einen Einblick in die Vielfalt der aus Glas hergestellten Haushaltswaren. Vieles wurde auf Flohmärkten entdeckt. Von der Konfekt-Schale über Vasen und Kerzenhalter bis zur Likörkaraffe werden Haushaltsgegenstände gezeigt, die jahrelang in vielen Häusern anzutreffen waren und täglich genutzt wurden oder auch heute noch im Gebrauch sind.

 

Die Mitglieder des Förderkreises stehen den Besuchern für Fragen zur Verfügung. In der Museumskaffeestube kann wieder selbstgebackener Kuchen genossen werden. Der Verein freut sich auf Ihren Besuch. Der Eintritt ist frei.