Aktuelles

Ausstellung 'Fräulein Rabbiner Jonas: Die erste Rabbinerin der Welt'

Am 27. Dezember 1935 wurde Regina Jonas im Auftrag des Liberalen Rabbinerverbandes in Offenbach zur Rabbinerin ordiniert. Diese weltweit erste Smicha für eine Frau nahm die „Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum“ zum Anlass für eine kleine, aber bemerkenswerte Ausstellung über „Fräulein Rabbiner Jonas“ und ihre Pionierrolle.

Wie sehr Jonas’ Ordination ihrer Zeit voraus war, zeigte sich auch daran, dass die nächste Frauenordination fast vier Jahrzehnte auf sich warten ließ: Erst im Juni 1972 wurde mit Sally Priesand wieder eine Frau zur Rabbinerin berufen.

 

Obwohl Regina Jonas ihr Studium 1930 mit gut beendet hatte, wurde ihr zunächst nur das Zeugnis als Religionslehrerin ausgestellt. Erst fünf Jahre später nahm ihr Max Dienemann, der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Offenbach, im Auftrag des Liberalen Rabbinerverbandes in Deutschland die mündliche Prüfung ab und erteilte die Smicha.

 

Regina Jonas‘ Wirken endete so wie das von Millionen Juden in Europa unter der deutschen Nazi-Herrschaft: 1942 kam sie nach Theresienstadt, 1944 wurde sie in Auschwitz ermordet. Die Erinnerung an sie wurde Ende der neunziger Jahre wiederbelebt, nachdem Elisa Klapheck Jonas’ rabbinische Prüfungsarbeit von 1930 veröffentlicht hatte.

 

Laufzeit: 27. April bis 5. August 2018 in der Celler Synagoge, Im Kreise 24.

 

Veranstalter: Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e. V.

 

Fotoausstellung "Relikte" im Deutschen Erdölmuseum

Das Deutsche Erdölmuseum Wietze präsentiert vom 9. März bis 6. Mai die erstmals im Museum am Hüttenstollen Osterwald im Herbst 2017 gezeigte Wanderausstellung „Relikte“.

Mit dieser Fotoausstellung möchte das Netzwerk Industriekultur im mittleren Niedersachsen e.V. – Kooperationspartner des Deutschen Erdölmuseums – auf die gerne übersehene industrielle Vergangenheit des häufig als „Agrarland Nr. 1“ beworbenen nördlichen Bundeslandes aufmerksam machen.


30 Schwarzweißfotos dokumentieren, welches Spektrum denkmalwürdiger Objekte und Ensembles im Städtedreieck Hannover – Hameln – Hildesheim zu finden ist. Auf den Bildern sind sowohl neben Industrieanlagen auch Verkehrsbauten und Ruinen, aber auch bemerkenswerte architektonische Details zu sehen – Relikte einer historisch kurzen, aber dennoch wirkungsmächtigen Ära.

 

"Marta! Wege einer Künstlerin" im Albert-König-Museum

„Außer Geld mache ich eigentlich alles“, sagte Marta Astfalck-Vietz einmal in einem Interview über ihr künstlerisches Schaffen. Diese Aussage spornte die Kuratorin, Dietrun Otten, auf der Suche nach Exponaten für die neue Ausstellung an. Fündig wurde sie nicht nur im Bestand des Albert-König-Museums Unterlüß und des

Heimatmuseums Nienhagen, sondern auch in der Berlinischen Galerie und bei etlichen Privatleuten.

 

Aquarelle, Fotos, bemaltes Porzellan, persönliche Schrift-stücke, Entwürfe und vieles mehr, das teilweise noch nie öffentlich ausgestellt war, ist vom 21. Januar bis 13. Mai in Unterlüß zu sehen. Die Ausstellung wird am 21.01. um 11.30 Uhr eröffnet!

 

Das Begleitprogramm können Sie hier downloaden:

 

Begleitprogramm Marta.pdf
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Bomann-Museum zeigt "RWLE Möller – Künstler 1952-2001"

RWLE Möller, 1952—2001, das war mehr als ein Maler-, mehr als nur ein Celler-Leben und doch genau das. Hinter diesem Namen verbarg und öffnete sich gleichzeitig eine zunehmend gefährdete Existenz, die dennoch auf ihre kurze Art und Weise
glückte und auch nach seinem Tod, nicht nur durch die von ihm
ins Leben gerufene RWLE Möller Stiftung, das Celle-Lexikon oder das Bunte Haus, weiterhin Wirkung entfaltet.


Mit „malerischer Kamera“ hielt der Autodidakt, der eigentlich
Filmemacher werden wollte, Literatur, deutsche (Medien-)Geschichte,
Travestie, Homosexualität und die ihm so vertraute Celler Welt in seinen Bildern fest. RWLE Möllers Bilddokumente sind wesentliche Fragmente einer von ihm subtil mitgeprägten Stadt und machen sichtbar, wie sie sich vor den wachsamen Augen des Künstlers ausbreitete und entwickelte — nicht selten mit ironischem Augenzwinkern. In seinen fotorealistisch anmutenden Werken, die vielfach weit über den regionalen Horizont hinausreichen, finden sich Anklänge von Andy
Warhol, David Hockney, Edward Hopper, Johannes Grützke oder Arno Schmidt und auch sein Kleines, vorläufiges Manifest von 1977 steht, ganz im Dienste der Pop Art, zwischen Kunst und Leben, Pinsel und Alltagsmedien.


Die Ausstellung versucht erstmals die Lebenslinien dieses vielseitigen
Zeitgenossen nachzuziehen, seine unterschiedlichen Facetten sichtbar zu machen und vereint in einer umfassenden Begleitpublikation die disparatesten Stimmen zu Leben und Werk des RWLE Möller, Künstler und ironischer Realist.

 

Ausstellung im Bomann-Museum Celle vom 20. Januar bis 13. August 2018.

 

Bomann-Museum zeigt Gemälde und Grafiken von Schlotter

Am Sonntag, dem 12. November 2017 beginnt die Ausstellung „Echt scharf. Der Spiegel als Spielfeld. Gemälde und Grafiken von Eberhard Schlotter“ im Bomann-Museum Celle.

 

Eberhard Schlotters Grafiken und Gemälde machen sichtbar: Der Spiegel ist für den Künstler wichtiges Motiv und wertvolles künstlerisches Instrument. Inspiriert von Verzerrung, Unschärfe, Brechung und Bewegung des Spiegelbildes erforscht er reizvolle Nuancen sichtbarer und unsichtbarer Erscheinungen. Mit meisterhafter Darstellungslust widmet er sich dem Facettenreichtum des Spiegels: Als optisches Phänomen, als poetisches Sinnbild oder als subtile Bildmetapher.  

 

Mit der Ausstellung „Echt scharf. Der Spiegel als Spielfeld“ rückt die Eberhard Schlotter Stiftung erstmals ein Einzelmotiv aus dem Repertoire des Malers und Grafikers in den Fokus der Präsentation. Losgelöst von der klassischen Chronologie seiner Stilphasen werden neue und wenig bekannte Aspekte in Eberhard Schlotters Werk aufgedeckt und zusammengeführt. 

 

Die pointierte Auswahl an Grafiken und Gemälden lädt ein, den Spiegeln und Be-Spiegelungen nachzuspüren und macht ein Grundthema Eberhard Schlotters deutlich: Sein unersättliches Bedürfnis, in das Wesen der Dinge einzudringen und die beharrliche Suche nach einer Antwort auf die unlösbare Frage: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

 

Laufzeit der Ausstellung 12.11.2017 bis 1.7.2018.

 

Museummovies-Kurzfilme bei "Hannover Filmklappe" prämiert

Beim gemeinsamen 11. Kurzfilm-wettbewerb „Hannover Filmklappe“ 2017 der Medienzentren von Hannover (Region) und Celle wurden Ende Oktober drei der im Rahmen des Projektes museummovies entstandenen Schüler-Kurzfilme mit Preisen ausgezeichnet: Der im Albert-König-Museum entstandene Film „Die Prinzessin aus dem Waldgemälde“ des Gymnasiums Ernestinum in Celle erreichte in der Kategorie „Sekundarbereich Klassen 5-7“ den 1. Platz. In der Kategorie „Förderschule“ belegte die Sprachheilschule Celle mit „Kunstraub mit Nebenwirkungen“ und „Das Herz und die Bombe“ den 1. und 2. Platz. Insgesamt gab es diesmal 46 Einreichungen.

 

Für die Gewinnerteams gibt es Preisgelder von jeweils 200,00 EUR. Die Zweitplatzierten bekommen freien Eintritt inklusive Getränke für die Kammerlichtspiele Celle. Ein toller Erfolg – Wir gratulieren!

 

Kinder filmten im Museum

Unter dem Motto "Museum bewegt" haben die Museen im Landkreis Celle e. V. im Frühjahr 2017 ein Kinder-Kurzfilmprojekt in Kooperation mit dem Kreismedienzentrum ins Leben gerufen. Die Idee war, Schüler und Schülerinnen der 4. und 5. Klasse von sechs Schulen im Landkreis zu animieren, die hiesigen Museen als besondere Orte mit spannenden Geschichten zu entdecken.

 

Sechs Schülergruppen begaben sich in Begleitung des Kinderbuchautors, Schauspielers und Filmemachers Thomas J. Hauck jeweils einen ganzen Tag lang auf Erkundungstour in einem der Mitgliedsmuseen und ersannen fantasievolle und fantastische Geschichten, die dann mit der Digitalkamera abgedreht wurden. Der Schnitt erfolgte anschließend im Medienzentrum Celle bzw. direkt an den beteiligten Schulen.

 

Die Kurzfilme sollten auf phantasievolle, emotionale, durchaus auch schräge, traurige oder witzige – in jedem Fall subjektive – Art und Weise Museumsinhalte in Szene setzen und aus einer ungewöhnlichen Perspektive zeigen. Sämtliche Filme wurden am 20. Mai in den Kammerlichtspielen Celle uraufgeführt. Auch wurde eine DVD mit allen Beiträgen produziert.

 

Das Projekt wurde ermöglicht durch die finanzielle Förderung des Lüneburgischen Landschaftsverbandes.

 

Doku und alle Infos zum Projekt unter

 

www.museummovies.de

 

Museumsverbund mit neuem Namen

Der Museumsverbund im Landkreis Celle trägt ab sofort einen neuen Namen: Auf der Mitgliederversammlung am 5.12.2016 wurde beschlossen, dass der Verein künftig unter der Bezeichnung "Museen im Landkreis Celle e. V." firmiert. Damit soll eine stärkere Öffentlichkeits-orientierung zum Ausdruck gebracht werden. "Für potenzielle Besucher ist die Organisationsform nicht relevant", so der Geschäftsführer. "Sie interessieren sich vielmehr für die Vielfalt und das Angebot der im Landkreis befindlichen Museen." Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte mit Wirkung vom 23.01.2017.

 

Im Zuge der Namensänderung soll auch ein neues Logo entwickelt und der Außenauftritt angepasst werden. Die Website wird eine ansprechendere, zeitgemäße Optik erhalten und soll auch verbesserte Informationsmöglichkeiten bieten.