Deutsches Erdölmuseum Wietze

Das Museum befindet sich auf einem Teilstück des ehemaligen Wietzer Erdölfeldes. Nach der Einstellung der Erdölförderung 1963 übergab die Deutsche Texaco AG das Grundstück der Gemeinde Wietze, um hier das erste deutsche Erdölmuseum einzurichten. Auf dem 18.000 qm großen Freigelände befinden sich noch viele alte Geräte und Maschinen an originaler Stelle.

 

Die Besucher können einen Eindruck gewinnen, wie die Erdöl-förderung im frühen 20. Jahrhundert ausgesehen hat. Deutsche und internationale Unternehmen brachten in Wietze bis zum Ersten Weltkrieg fast 2.000 Bohrungen nieder. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stammten etwa 80 Prozent der gesamten deutschen Erdölförderung aus Wietze. Von großer Bedeutung ist die erste Bohrung, die 1858/59 von Georg Hunäus in Wietze niedergebracht wurde. Sie ist eine der ersten erdölfündigen Bohrungen weltweit. Der originale Ort dieser frühen Bohrung ist als Gedenkstätte eingerichtet.

 

Das Deutsche Erdölmuseum Wietze besitzt eine große Sammlung an Fahrzeugen, Bohranlagen und Förderanlagen, die zum Teil von den Besuchern selbst in Bewegung gesetzt werden können. Zum Wahrzeichen der Gemeinde Wietze wurde der 54 m hohe Bohrturm, der zwischen 1961 und 1986 zum Teufen tiefer Erdgasbohrungen eingesetzt worden war.

 

Das Deutsche Erdölmuseum Wietze errichtete im Jahr 1997 eine neue Ausstellungshalle, die auf über 600 qm eine allgemeine Einführung in die Erdöl- und Erdgasförderung bietet. Die Besucher erhalten einen Einblick in den gesamten Produktions-ablauf von der geophysikalischen Suche nach Lagerstätten über die verschiedenen Methoden der Erschließung bis hin zur Verarbeitung und Lagerung. Ein ganz besonderer Schwerpunkt liegt in der Darstellung des Erdölbergwerkes in Wietze, das 1918/20 angelegt wurde. Darüber hinaus gibt es Informationen über die chemischen Zusammensetzungen und physikalischen Eigenschaften der Kohlenwasserstoffe, sowie die Entstehung von Erdöl und Erdgas und die Bildung der Lagerstätten.

 

Überrascht sind viele Besucher, was sich letztendlich aus den Kohlenwasserstoffen alles herstellen lässt, denn Erdöl und Erdgas werden nicht nur als Heizstoff und Benzin verbrannt

oder als Schmiermittel eingesetzt. In Raffinerien und chemischen Betrieben werden zahlreiche Produkte unseres täglichen Lebens aus Erdöl und Erdgas produziert: Von der Plastiktüte bis zur Kopfschmerztablette.

 

Für Gruppen kann nach vorheriger Absprache ein individuelles Programm, auf Wunsch auch mit Bewirtung, zusammengestellt werden. Räume für Seminare und Veranstaltungen sind vorhanden.

                                                                                                                      

 

Anschrift: Schwarzer Weg 7-9, 29323 Wietze

Telefon: 05146/923-40, Fax: 05146/923-42

E-Mail: info@erdoelmuseum.de

Internet: www.erdoelmuseum.de

 

Öffnungszeiten: März-Juni und September-November: Dienstag-Sonntag 10.00-17.00 Uhr, Juli-August: Montag-Sonntag 10.00-18.00 Uhr (Einlass jeweils bis eine Stunde vor Schließung)

 

Anfahrt: